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MTB-Trail am Salzburger Gaisberg: Zwischen Hoffnung, Realität & Mythos

Der Jo-Jo-Effekt der österreichischen MTB-Szene… So häufig, wie Politik und Medien den Bau eines MTB-Trails vom Salzburger Hausberg bereits in die Welt posaunt haben, könnte man meinen, dass es hier mehr Trail-Vielfalt als in Leogang, Saalbach und Schladming vereint gibt.


Wie viele Laufmeter offizieller Trail tatsächlich vom Gaisberg führen, lässt sich jedoch schnell beantworten. Nämlich Null. Politik betreiben und Reportagen füllen, lässt sich mit dem Thema trotzdem gut. Nutzen wir die Gelegenheit doch einmal, um die Bremsfinger in die Wunde zu legen.

Das Problem mit den Mountainbiker:innen am Gaisberg

Der rund 1.200 m hohe Gaisberg wacht über die Mozartstadt und ist bei Einheimischen und Tourist:innen gleichermaßen beliebt. Seine stadtnähe, der Ausblick in Richtung Salzachtal und die gute Erreichbarkeit machen ihn zum beliebten Ausflugsziel für Rennradfahrer:innen, Wanderer:innen, Paraglider:innen, Kletterer:innen, „einfache” Tagestourist:innen und eben auch der Mountainbike Community. 

 

An einem sonnigen Tag am Wochenende kann es auf dem Gaisberg schon etwas voller werden. Der Wunsch nach Entzerrung und Lenkung von Nutzungsgruppen ist nicht nur nachvollziehbar, sondern wird auch von allen Betroffenen seit Jahren geteilt. Nur bezüglich der Umsetzung hallt ständig ein leises Echo durch die Nocksteinschlucht: Änderungen sind nötig, aber sicher nicht bei mir! 

 

Die Grundbesitz-Strukturen am Gaisberg sind kleinteilig, wodurch Gespräche und Verhandlungen zwar den langsamen Mühlen der Bürokratie entsprechen, doch die Wahrscheinlichkeit einer raschen Lösung damit immer wieder in weite Ferne rückt. 

Zudem stößt gerade in urbanen Räumen das landesweite Vertragsmodell an seine Grenzen, welches eine Entschädigung pro Laufmeter verspricht. Diese ist jedoch nur wenig wert und führt zu keiner bedarfsgerechten Infrastruktur, wenn die Höhe dieser Entschädigung von manchen Grundeigentümern als nicht beachtenswert wahrgenommen wird.

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Und was ist mit der Haftung?

Das Lieblingsargument derer, die Mountainbiker:innen per se nicht leiden können und sich aber auch nicht weiter mit dem Thema beschäftigen möchten. Hierbei zeigt sich häufig, wie emotional die Debatten geführt werden und wie viel Unwissen über die tatsächliche Haftung herrscht. Der Grund: Passende Versicherungslösungen für Trails, welche die Grundbesitzer:innen aus der Verantwortung nehmen, gibt es bereits seit Jahren und sie werden von der Salzburger Landes-Tourismus-GmbH kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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Gaisbergtrail: Was bisher geschah …

Seit der Verein 2020 gegründet wurde, sind wir im regelmäßigen Austausch mit vielen Stakeholder:innen wie der Jagd, Naturschutz, Politik und Grundbesitzer:innen. Aufgrund der zahlreichen Begehungen von möglichen Routen und Alternativvorschlägen an den Hängen des Gaisbergs kennt unser Vorstand mittlerweile jeden Schwammerl-Spot auswendig.


Doch bis jetzt verliefen sämtliche Ambitionen in einer Sackgasse: Entweder man fand keine Einigung mit Grundbesitzer:innen oder aber die Baukosten des Trails am Gaisberg wären zu hoch. Man könnte fast meinen, dass das Problem mangelnder Infrastruktur für die rasant wachsende MTB-Community im Land noch nicht groß genug sei.

Das Versprechen der Politik

Wie sehr das Thema polarisiert, zeigen die Berichterstattungen über Nutzungsdruck, Versprechen über mögliche Baustarts und geballtes Zurückrudern, sobald etwas Überraschendes auf dem Trail liegt. Und obwohl die Schaffung eines Gaisbergtrails für Mountainbiker:innen sogar im Arbeitsübereinkommen der aktuellen SPÖ-Stadtregierung vereinbart  wurde, hat sich an der Ausgangssituation bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts geändert.

Eine Auswahl der bisherigen Berichterstattung über MTB-Trails am Gaisberg:

Alternativen zum Gaisberg-MTB-Trail

Obwohl wir uns bereits seit Jahren für ein bedarfsgerechtes Wegenetz für die Mountainbike Community einsetzen, sind legale Alternativen zum jetzigen Stand rar. Dennoch möchten wir dir einen Trail ans Herz legen:

 

FAQs: Gaisbergtrail

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